Baupreisindex 2022

Neue Berechnungskennzahlen für die Gebäudeversicherung ab 01.01.2022

Erläuterungen zum (gleitenden) Neuwert

In der gleitenden Neuwertversicherung ergibt  sich der vom Versicherungsnehmer zu zahlende Jahresbeitrag aus der Multiplikation der Versicherungssumme “Wert 1914”  mit dem Anpassungsfaktor und dem jeweiligen Beitragssatz für die einzelne Risikoart.

Anpassungsfaktor   bisher :   19,87    ab 01.01.2022    20,97  + 5,54 %

Dies ist eine Erhöhung um 1,1 Prozentpunkte.
Effektiv bedeutet das eine Erhöhung des Beitrags um 5,54 % gegenüber 2021.
Beispiel: Beitrag 1914 in 2021 = 100 Mark * 19,87 = 1.987 €
In 2022 bedeuten 100 Mark * 20,97 = 2.097 €
Tatsächliche Beitragserhöhung also 110 €.
110 € sind 5,54 % von 1.987 € also 19,87 + 5,54 % = 20,97

Baupreisindex          bisher :   15,68    ab 01.01.2022    16,68 + 6,38%

Die Indexermittlung wird durch den GDV (Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft) übermittelt und gilt für ALLE Versicherer. Wegen der Indexerhöhung hat der Versicherungsnehmer kein außerordentliches Kündigungsrecht!

Was sind der Baupreisindex und der Anpassungsfaktor ?

Baupreisindex (pdf)

Anpassungsfaktor (pdf)

Daher empfehlen wir, rechtzeitig den Beitragssatz und die Aktualität der Bedingungen zu überprüfen und ggf. fristgerecht zu kündigen und neu zuordnen.
Dadurch lässt sich ggf. die Indexerhöhung kompensieren und die Bedingungen generell verbessern.
Sobald uns im September die vorläufig neuen Indices vorliegen, werden wir sie hier veröffentlichen.

Wer es noch genauer wissen möchte, bitte diesen Link verwenden

Artikel zu diesem Thema aus dem Handelsblatt vom 24.09.21:

Plus elf Prozent: Der Anstieg der Preise für Wohnungen und Häuser erreicht neuen Rekord

Der Boom geht weiter. Wohnimmobilien verteuerten sich im zweiten Quartal so stark wie noch nie seit dem Jahr 2000. Ein Segment legt besonders stark zu.

Düsseldorf Das haben die Statistiker in Wiesbaden seit 21 Jahren noch nicht gesehen: Innerhalb von drei Monaten, genauer gesagt zwischen April und Juni 2021, verteuerten sich Eigentumswohnungen und Eigenheime bundesweit um 10,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal.

Es ist der größte Preisanstieg seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 2000, teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) am Freitag mit. Im Vergleich zum ersten Quartal dieses Jahres lag der durchschnittliche Anstieg bei 3,7 Prozent.

Ein bereits seit Längerem zu beobachtender Trend setzte sich auch im zweiten Jahresquartal fort: Inzwischen steigen die Wohnimmobilienpreise nicht mehr nur in den großen Städten, sondern auch im Umland und auf dem Land.

Ein weiterer wichtiger Befund: Bei Ein- und Zweifamilienhäusern geht die Schere zwischen Angebot und Nachfrage offenbar weiter auseinander. Eigenheime verteuerten sich sowohl in den Großstädten als auch in ländlichen Regionen stärker als Eigentumswohnungen.

 

Bei Fragen zum Baupreisindex

kontaktieren Sie bitte Herrn Christian Thormann oder rufen Sie uns an:

0511 – 58 40 00

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